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Die heutige Holzbrücke von 1810, erbaut durch den Laufenburger Baumeister Blasius Balteschwiler. Die Konstruktion und auch die Spannweite von 36 Metern gleichen jener der im Jahr 1818 erstellten Holzbrücke Neuenhof - Wettingen (siehe Standort 40 des Industriekulturpfades)

Holzbrücke Baden

Holzbrücke Baden

Der Flussübergang im Zentrum der Limmatklus ist eine Keimzelle der mittelalterlichen Stadt. Zum architektonischen Ensemble gehört das Landvogteischloss am rechten Limmatufer. Diese "Niedere Feste” bestand seit dem frühen 13. Jahrhundert und diente der Sicherung des Brückenkopfs und dem Zollbezug an diesem Knoten der Hauptverkehrswege durch das schweizerische Mittelland. Wiederholt beschädigte der Fluss die Brückenpfeiler bis es 1650 gelang, eine freitragende Brücke zu bauen. Die heutige Brücke, mindestens die sechste an dieser Stelle. blieb seit ihrem Bau um 1810 nahezu unverändert.
Meilensteine

1242, Erwähnung einer festen Brücke und eines damit verbundenen Zolls
1454, Brückenkapelle erwähnt
1460, Brückenneubau
1568-69, Neue Brücke auf drei Pfeilern, mehrfach durch Hochwasser beschädigt
1650, Hängewerkbrücke ohne Pfeiler. 38 m Spannweite. zu ihrer Zeit eine der grössten freitragenden Konstruktionen überhaupt
1799, Im Zweiten Koalitionskrieg ziehen sich die Franzosen hinter die Limmat zurück und zerstören die Brücke
1799, Nach dem französischen Sieg bei Zürich Erstellung einer Notbrücke
1809-10, Bau der heutigen Brücke durch den Laufenburger Baumeister Blasius Baltenschwiler. Die Widerlager der Brücke von 1650 werden wiederverwendet
1968, Metallrost anstelle der im Laufe der Zeil oft erneuerten hölzernen Fahrbahn
1997, Sanierung der Brücke. Neuer, geschlossener Fahrbahnbelag

Quellen

Killer, Josef: Die Holzbrücken von Baden und Umgebung. In: Badener Neujahrsblätter 1934
Streiff, Franz: In Nott Gedult Bringt Gottes Huld: die Wickiana und ihr Bericht über eine Überschwemmung in Baden. In: Badener Neujahrsblätter 2015
Roumois, Mael: Ansichten der Stadt Baden in Schweizer Bilderchroniken. In Badener Neujahrsblätter 2024 (Teil 1) und Badener Neujahrsblätter 2025 (Teil 2)

Ausschnitt aus einer Stadtansicht von 1635. CH-NB_-_Grafiken_Orts-und_Landschaftsansichten_-_GS-GRAF-ANSI-AG-37 Ausschnitt
Während die Brücken normalerweise durch Limmathochwasser zerstört wurden, fiel eine im Jahr 1568 einem Hochwasser des Eigibachs zum Ofer, der durch das Landvogteischloss auf die Brücke floss. ZB Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv, PAS II. 7/7. Ausschnitt

Brücken sind nicht selbstverständlich

Bis es 1650 gelang, eine Brücke ohne Pfeiler zu bauen, wurden sie immer wieder durch Hochwasser zerstört. In Stadtansichten sind verschiedene Bauarten mit einer unterschiedlichen Anzahl Pfeiler zu sehen, allerdings ist bei der Interpretation Vorsicht geboten, da das Augenmerk der Darstellung anderswo lag.