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Pumpenfabrik Diebold 1948. Hist. Museum Baden Q.12.1.3267 (Ausschnitt)

Pumpenfabrik Diebold

Sommerwirtschaft, Stickerei, Pumpen

Ab 1828 ist an diesem Standort eine ganze Reihe von Grundeigentümern bekannt, die ihre Gewerbe, meist Schleifereien, meist rasch wieder aufgaben. Zeitweise wird auch eine Sommerwirtschaft mit Kegelbahn, Badeanstalt und Fähre auf die andere Flussseite betrieben. 1860 kauft der Mechaniker Friedrich Diebold das Areal. In den folgenden Jahren stellte die Firma Hutgeflechte aus Drahtschnüren her, konstruierte aber auch Maschinen für die Freiämter Geflechtindustrie. Nach dem Niedergang dieser Industrie wechselte Diebold zur Fabrikation von Pumpen, Motor- und Automobilspritzen. später kommt die Fabrikation von Geschirrwaschmaschinen dazu. Der Betrieb wurde 1977 eingestellt, Einige Jahre später entstand an ihrer Stelle eine Wohnüberbauung.
Bemerkungen
Momentan keine Tafel
Meilensteine

1829, Vergabe eine Wasserradkonzession an den Scherenschleifer Josef Neuschwander. Auf ihn folgen mehrere Eigentümer.
1845, Josef Schnider startet ein «Erholungszentrum», eine Sommerwirtschaft mit Kegelbahn, Badeanstalt und Fähre auf die andere Flussseite – ziemlich genau am Standort der heutigen Fussgängerbrücke.
1860, Der Badener Mechaniker Friedrich Diebold kauft die Gastwirtschaft. Umbau zu einer mechanischen Werkstätte, die Draht, Metallschnüre und Maschinen für die Hutgeflechtindustrie herstellt
1920er Jahre, Diebold sattelt auf den Bau von Pumpen, Motor- und Autospritzen um
1977, Betriebseinstellung
1984, Neue Wohnüberbauung in der Limmatau

Quellen

Meyer, Nina: Industriestandort Ennetbaden. In: Ennetbadener Post 4 / 2008
Steigmeier, Andreas: Gewerbe und Industrie an der Limmat. In: Ennetbaden. Dorf-Bäder-Städtische Siedlung. Ennetbaden 1994, S.80-91.
Zehnder, Patrick: Weiland in der Limmataue: Ennetbadens verschwundene Industrie. In: Badener Neujahrsblätter 2019
Zimmermann-Diebold, Karl: Die Nutzung der Wasserkraft der Limmat in Baden und Ennetbaden. In: Badener Neujahrsblätter 1991

Briefkopf Diebold um 1880, mechanische Werkstätte. Aus BNB 1991
Briefkopf aus den 1890 er Jahren, der Handel mit Textilien steht im Vordergrund

Flechten und Sticken

Ein Briefkopf aus den 1890er Jahren zeugt von einem Tätigkeitsfeld der verhältnismässig kleinen Firma. Sie stellte nicht nur Flechtmaschinen für verschiedene Endprodukte her, sondern stellte diese auch selber her. Zwei Patente im Bereich Flechtmaschinen zeugen von Erfindergeist.
Etwas später scheint sie sich auch im Textilhandel zu betätigen.

Feuerwehranhänger1954 Stadtarchiv Baden Q.01.6903B
Tauchpumpe. Stadtarchiv Baden Q.01.12575

Pumpen aller Art

Wird noch ergänzt

Wasserkraft als Starthilfe der Industrialisierung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden am Ennetbadener Limmatufer, der „Limmatau“, eine Reihe von Gewerbebetrieben, die über Wasserräder die Energie der Limmat nutzten. Das Schleifen von Werkzeugen, das Zerstampfen von Tabakblättern oder das Schnetzeln von Baumrinden für Gerbereien (s. Streuleareal flussaufwärts) standen dabei im Vordergrund.
Das flache Gelände war für den Bau von Gebäuden günstig, die vorhandene Wasserkraft aber wegen des geringen Gefälles bescheiden. Die nahe hintereinander liegenden Wasserwerke stauten sich mit ihren in die Flussmitte ragenden Wuhrbauten gegenseitig ein, was Stoff für viele heftig ausgetragene Konflikte gab. Mit der Elektrifizierung ab Ende des Jahrhunderts verlor die Wasserkraft ihre Bedeutung, heute sind aber immer noch Reste der Anlagen sichtbar.