
BBC - Platz
Ein Weltkonzern entsteht: BBC in den frühen Jahren

Die Gründer
Die Ingenieure Charles E. L. Brown und Walter Boveri lernten sich in der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) kennen und beschlossen, eine Firma zu gründen «zum Zwecke des Baues und Betriebes einer eigenen Fabrik für elektrische Maschinen». Sie bildeten ein ideales Zweigespann: Der Engländer Brown (1863 – 1924) galt als der schöpferisch-impulsive Tüftler, der Deutsche Boveri (1865 – 1924) als der eher ruhige, aber umtriebige Geschäftsmann, der auch andere Elektrotechnikfirmen übernahm und neue gründete.
Streik und Protest
Mit dem starken Wachstum der jungen BBC bildete sich in der Region Baden eine Arbeiterschaft aus, die sich in diversen Arbeitervereinen organisierte. Zahlreiche BBC-Arbeitende schlossen sich 1898 dem Arbeiterbund Dynamo an. Grund dafür war ein schlechtes Arbeitsklima und Unzufriedenheit in der Firma. Es kam zu Protestaktionen und Streiks – es ging um Lohnforderungen, um Konflikte mit den Vorgesetzten und um mehr Mitspracherecht. Mit der Bildung einer Arbeiterkommission, der Einführung einer obligatorischen Krankenversicherung und weiteren Sozialleistungen bemühte sich die BBC künftig um die Zufriedenheit seiner Mitarbeitenden.
Mehr Menschen – mehr Wohnraum
Schon 1896 baute die BBC in Wettingen die erste Arbeitersiedlung «Dynamoheim». In Baden entstanden Mehrfamilienhäuser für Angestellte, so etwa an der Burghaldenstrasse und am westlichen Ende des Fabrikareals. In den krisenreichen Zwischenkriegsjahren kam der Wohnungsbau zum Erliegen, wurde aber nach 1945 wieder aufgenommen. Die Gründer und das oberste Kader liessen um die Jahrhundertwende grosszügige Bauten erstellen, so die Villen Boveri, Langmatt und Funk und die heute nicht mehr existierende Villa Römerburg.