Zementfabrik Ehrendingen
Zementfabrik mit kurzem Leben
Wird noch ergänzt
1871, Erstes Portlandzementwerk in der Schweiz
1892, Gründung und anschliessend Bau der Zementfabrik Lägern in (Ober-)Ehrendingen
1895, In der Schweiz bestehen 26 Zementwerke
1902, Konkurs
1905, Sprengung der Zementfabrik
Eckmann, Claudio: ehrendingen-führungen.ch. Website
Der Baustoff Zement
Zement wird durch Erhitzung von Kalkstein und Tonmineralien auf rund 1450 Grad gewonnen. Das entstehende, zusammengebackene Material (sog. Klinker) wird anschliessend zum eigentlichen Zement gemahlen. Gewisse Schichten des Juragebirges weisen auf natürlichem Weg ein günstiges Verhältnis der beiden Ausgangsstoffe auf.
Vermischt mit Kies, Sand und Wasser entsteht Beton, der im Normalfall (es gibt eine grosse Zahl von Spezialzementen) innert einiger Tage eine hohe Festigkeit erreicht.
Ausrüstung und Betrieb
Steinbruch, Transport zur Anlage
Die Zementfabrik Lägern besass 2 sogenannte Schachtöfen. Diese wurden bei der Zementherstellung ab der Jahrhundertwende durch Drehrohröfen abgelöst, die eine höhere, gleichmässigere Produktion erlauben.
Seilbahn nach Niederweningen
Text wird noch ergänzt.
Soziale Auswirkungen
Text
Konkurs und Ende
Eine Reihe von Gründen führte schon im Jahr 1902 zum Konkurs der Zementfabrik. Zu grosszügige Investitionen mit entsprechender Zinslast, schweizweit grosse Produktionskapazität bei gleichzeitigem Nachfragerückgang, hohe Betriebskosten verglichen mit direkt an Bahnlinien liegenden Werken, Drehrohröfen mit tieferen Kosten und höherer Qualität etc. dürften alle eine Rolle gespielt haben.
Nachdem für die Gebäude keine Verwendung gefunden werden konnte, liess ein neuer Eigentümer die Fabrikationsgebäude sprengen, um wenigstens – so berichtet ein Presseartikel – mit dem Metallverkauf noch einen Ertrag zu erhalten.