
Städt. Werke - Regionalwerke Baden
Baden unter Strom
Die Gebrüder Pfister hatten 1889 an der Weltausstellung in Paris «die imponierende Darstellung der elektrotechnischen Errungenschaften jener Zeit» erlebt. Carl Pfister wurde Direktor der Elektrizitätsgesellschaft Baden (EGB) und von 1894 bis 1901 Badener Stadtammann, sein Bruder amtete als Verwaltungsratspräsident der EGB.
Nach Ablauf der 25-jährigen Konzession ging die EGB als Städtische Werke an die Einwohnergemeinde Baden, im Jahr 1999 wurden diese als Regionalwerke Baden in Form einer Aktiengesellschaft verselbständigt.
1858, Gaslaternen beleuchten die Badehotels und umliegenden Strassen
1882, Elektrisches Licht erstrahlt im Grand Hotel Baden. Der Strom stammt vom Kraftwerk der Firma Oederlin in Rieden.
1891, Gründung der Elektrizitätsgesellschaft Baden (EGB) und Bau des Kraftwerks Kappelerhof
1895, Übernahme des Gaswerks
1902, Die Kapazität des Kraftwerks Kappelerhof ist trotz Ausbau erschöpft, Zusammmenschluss mit dem Aarekraftwerk Beznau
1909, Inbetriebnahme des Kraftwerks Aue
1974-76, Umbau des Kraftwerks Kappelerhof. Verdoppelung der Stromproduktion von 10 auf 20 Mio. kWh
2003-07, Ausbau des Kanalkraftwerks Kappelerhof zum Flusskraftwerk
2004, Kauf der ABB-Heizzentrale und der Werkleitungskanäle Baden Nord
2011-14, Erneuerung der Kraftwerke Aue und Schiffmühle
2016, Bau der Energiezentrale (Holzkraftwerk) Dättwil
Hafter, Arthur: 50 Jahre Elektrizitätswerk Baden. In: BNB 1940-1941
Steigmeier, Andreas: Mehr Licht. Der Weg der Stadt Baden zur modernen Energie- und Wasserversorgung. Baden 1991.
Sennhauser, Martin: Die Stromversorgung der Stadt im ständigen Umbau. In: BNB 2018
Nydegger, Sandro u.a.: Die Spannung steigt. Geschichte der Stromversorgung in Baden und Ennetbaden. Regionalwerke AG Baden 2021
Strom kommt nach Baden
1882 Grand Hotel / Oederlin, 18xx Wegmann / Kursaal, Gründung EGB, BBC-Kappelerhof, Wasser und Gas.
Die Elektrizitätsgesellschaft Baden (EGB) war bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ein privatwirtschaftliches Unternehmen, eine AG mit Beteiligung von Industriellen, Unternehmern und der Stadt Baden. 1918 wurde sie zusammen mit den Kraftwerken Kappelerhof und Aue sowie der Gas- und Wasserversorgung zu einem städtischen Betrieb, den «Städtischen Werken Baden» (STWB).

Städtische Werke und eine Architektur-Ikone
Der 1933 an der Haselstrasse erbaute Sitz der Regionalwerke AG Baden ist ein bedeutendes Beispiel für die Architektur des „Neuen Bauens“, welche sich am Stil des „Bauhaus“ der Weimarer Republik der 1920er-Jahre orientiert. Der moderne Sichtbetonbau von Robert Lang und Hans Loepfe besteht aus einem Haupthaus – einem strengen Kubus mit vorspringendem Ladentrakt – und einem leicht geschwungenen Werkstatt-Trakt.
Vielfältig tätige Regionalwerke
1999 wurden die Städtischen Werke wieder verselbständigt und in eine Aktiengesellschaft (RWB) überführt. Die Regionalwerke AG Baden versorgt Baden und weitere Gemeinden mit Strom, Gas, Wärme und Trinkwasser. Sie hält zudem eigene Energieproduktionsanlagen oder ist über Dritte an solchen beteiligt.